Die Sterne in unsMENSCH, KOSMOS!

Eine Ausstellung des Planetarium Hamburg – konzipiert und gestaltet von Thomas Kraupe und Wolfgang Köhler. Mit Unterstützung des Fördervereins Planetarium Hamburg e.V.

Die Vernissage fand am 24.04.2020 im Live-Stream statt. Das Video können Sie hier ansehen.

Tapestry of blazing starbirth
BildTapestry of blazing starbirth (c) NASA, ESA, and STScI

Am 24. April feierte das NASA/ESA Weltraumteleskop Hubble sein 30. Jubiläum. Zu diesem Anlass gab das Planetarium Hamburg mit einer Online-Vernissage einen Ausblick auf die neue, den Entdeckungen dieses Teleskops gewidmete Ausstellung „Mensch, Kosmos! – Die Sterne in uns“. Sie und die begleitenden Aktionen sind das Ergebnis der Zusammenarbeit des Astronomen und Planetariumsdirektors Prof. Thomas W. Kraupe mit dem Hamburger Fotografen und Fotokünstler Wolfgang Köhler. Sie werden unterstützt durch den Förderverein Planetarium Hamburg e.V.

Die Ausstellung "Mensch, Kosmos!" in der oberen Foyerebene
BildDie Ausstellung "Mensch, Kosmos!" in der oberen Foyerebene.

Das Grundgerüst der Ausstellung umfasst die Auswahl von zwölf der wohl eindrucksvollsten Kosmos-Bilder des „Hubble Space Telescope”, die sich in neuester Technik den zukünftigen Besuchern des Planetariums auf der Galerieebene in der Eingangshalle als große LED-Leuchtbilder im Format 140 x 140 Zentimeter präsentieren.
Diese zwölf kosmischen Landschaften, die die Menschheit mit Hubble gewissermaßen „auf die Erde geholt hat“, sollen nun in der Aktion „Die Sterne in uns” mit uns Menschen und unserer kulturellen Vielfalt verbunden werden. Um dies zu erreichen, wird Schritt für Schritt zu jedem der großformatigen Hubble-Leuchtbilder je ein korrespondierendes Porträtbild eines Menschen erstellt. 

Die Sternentstehungsregion NGC 3603
BildDie Sternentstehungsregion NGC 3603 (c) NASA, ESA and the Hubble Heritage (STScI/AURA)-ESA/Hubble Collaboration

Diese Porträt-Fotografien von Wolfgang Köhler werden im eigens aufgebauten „Studio Kesselsaal” unter dem gigantischen Wasserkessel des Planetariums entstehen. Sie zeigen jeweils das Antlitz eines Menschen, wobei das Gesicht zusammen mit weiteren Künstlerinnen und Künstlern durch Beleuchtung und Bemalung in den Farben des jeweils korrespondierenden Hubble-Bildes „inszeniert” wird. Zusätzliche Symbole und Icons, die in einigen dieser Porträts ebenfalls im Gesicht auftauchen, spiegeln die geistige Ebene – zwischen mythischem Sternenglauben und modernen Denkmustern – und verknüpfen diese Bilder zu einer „neuen Ikonografie des Himmels”.

Die "Säulen der Schöpfung" in M16
BildDie "Säulen der Schöpfung" in M16 (c) NASA, ESA/Hubble and the Hubble Heritage Team

Dadurch wird die Ausstellung „Mensch, Kosmos! – Die Sterne in uns“ zu einer gedanklichen Fortführung dessen, was Aby Warburg vor mehr als 90 Jahren für das Planetarium Hamburg inszenierte. Der deutsch-jüdische Kunsthistoriker gilt als einer der bedeutendsten Anreger der Geisteswissenschaften im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert und konzipierte eigens für das Planetarium Hamburg im Jahre 1929 die bedeutende „Bildersammlung zur Geschichte von Sternglaube und Sternkunde“. Auch sie verbindet die geistig-mystische Ebene der Naturbetrachtung des Himmels mit der naturwissenschaftlichen Sichtweise.

"Mystic mountain"-Region im Carina-Nebel
Bild"Mystic mountain"-Region im Carina-Nebel (c) NASA, ESA, M. Livio and the Hubble 20th Anniversary Team (STScI)

Für den Auftakt der menschlichen Porträts stand Planetariumsdirektor Prof. Kraupe Modell. Sein Gesicht wird dabei in den Farben des gegenüberliegenden Bildes des Weltraumteleskops zum Leuchten gebracht und reflektiert die Signaturen eines grandiosen Ansturms von Sternentstehung in unserer Milchstraße, der vor etwa einer Million Jahren begonnen hat. Auch unser Stern, die Sonne, entstand zusammen mit allem was auf Erden ist in einer ähnlichen kosmischen Landschaft.

Der Lagunennebel M8
BildDer Lagunennebel M8 (c) NASA, ESA, STScI

Für das Projekt „Mensch, Kosmos! – Die Sterne in uns” interessieren sich bereits zahlreiche Prominente aus dem Musik- und Schauspielbereich, deren kosmische Verbindungen nun nach und nach in dieser Bilderreihe sichtbar und für alle Planetariumsbesucher erlebbar werden sollen.

Kugelsternhaufen M62
BildKugelsternhaufen M62 (c) ESA/Hubble & NASA, S. Anderson et al.

Der Förderverein Planetarium Hamburg e.V. unterstützt die Aktion und sucht für jedes der Porträts Paten, die diese künstlerische Arbeit unterstützen und jeweils einer Gruppe von benachteiligten Jugendlichen den Besuch im Planetarium ermöglichen.

Interessenten an einer Patenschaft wenden sich unter dem Stichwort „Die Sterne in uns” an menschkosmos@planetarium-hamburg.de

Die „Feuerrad-Galaxie“ M101
BildDie „Feuerrad-Galaxie“ M101 (c) ESA, NASA

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Die Ausstellung MENSCH, KOSMOS! ist für alle Besucher des Sternentheaters bei freiem Eintritt in der Eingangshalle zu besichtigen. Bitte beachten Sie, dass der Zutritt ins Planetarium Hamburg vorerst nur mit einem gültigen Ticket für eine Veranstaltung möglich ist.

Zur Webseite des Fotografen und Fotokünstlers Wolfgang Köhler: www.wolfgangkoehler.com

Hier geht's zur Ausstellung „Wir sind Sterne“ von Wolfgang Köhler und Konstantin Odin, die 2017 im Planetarium zu sehen war.

Unterstützen Sie die Aktion „Die Sterne in uns“ mit einer Spende an den Förderverein Planetarium Hamburg e. V.

IBAN: DE05200505501207141274
BIC: HASPDEHHXXX

Informationen zum Förderverein Planetarium: www.fvplanetarium.de

Anfragen zu Spenden, Stern- und Sesselpatenschaften: office@fvplanetarium.de