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  • Der Himmel im August 2018

Planetenparade mit Feuerwerk

Die Zeit der hellen Nächte geht zu Ende - Mittagshöhe und Tagbogen der Sonne schrumpfen im August merklich. In den ersten Monatstagen geht die Sonne erst nach 21 Uhr unter - am Monatsende bereits kurz nach 20 Uhr. Wir bekommen mehr Zeit für den nächtlichen Blick zu Sternen und Planeten - und es lohnt sich! 

Abendlicher Blick nach Süden - ca. 21:30 Uhr MESZ
BildAbendlicher Blick nach Süden - ca. 21:30 Uhr MESZ

Der Sternenpodcast August 2018

Ihr Audioguide für die Sterne. Ob zuhause mit der Sternkarte oder unterwegs unter freiem Himmel - Planetariumsdirektor Thomas Kraupe führt Sie zu den interessantesten Sternbildern und Himmelsereignissen - jeden Monat neu und kostenlos. Hier können Sie die mp3-Audio-Datei direkt herunter laden. Dieser Podcast des Planetarium Hamburg wird Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt präsentiert - mit freundlicher Unterstützung unserer Audio-Partner Prime Time Studios und Audio Consulting Group.

Die Planetenparade

Ein grandioses Panorama von Planeten ziert den Abendhimmel im August - aufgefächert vor unseren Augen von Südosten bis Westen:

Venus leuchtet als „Abendstern“ in der hellen Abenddämmerung am Westhorizont. Am Monatsende ist sie bei uns jedoch kaum mehr zu sehen, denn sie geht dann in Hamburg bereits weniger als eine Dreiviertelstunde nach der Sonne unter. Leicht zu finden bei uns ist Jupiter, der in der Abenddämmerung im Südwesten leuchtet. Der Riesenplanet wandert im Sternbild Waage und geht bereits vor Mitternacht unter.

Auf etwa gleicher Höhe wie Jupiter, aber in südlicher Richtung, schält sich danach Saturn aus der Abenddämmerung heraus. Er ist deutlich lichtschwächer als Jupiter, fällt uns jedoch durch sein ruhiges Leuchten auf. Weiter östlich („links“) von Saturn, leuchtet der rötliche Planet Mars. Mitte August um 22 Uhr, wenn Saturn die Südrichtung passiert, ist Mars erst halb so hoch über dem Südsüdosthorizont zu finden - doch er beeindruckt uns durch seine enorme Helligkeit. Der rote Planet strahlt auch im August heller als Jupiter und bleibt damit nach Sonne, Mond und Venus das hellste Gestirn an unserem Himmel!

Typisch - das Sommerdreieck

Um Mitternacht steht ein riesiges gleichschenkeliges Dreieck aus hellen Sternen hoch über Mars und Saturn im Süden – das „Sommerdreieck“. Dazu gehört Wega in der Leier, ein fast senkrecht über uns bläulich-weiß funkelnder Stern – der hellste Stern des nördlichen Sternenhimmels. Fast ebenso hoch steht östlich von Wega der Stern Deneb im Schwan - während unterhalb der beiden, näher an Mars und Saturn, der etwas schwächere Atair die Südspitze des Sommerdreiecks markiert.

Die Perseiden - ein Feuerwerk

Die Erde kreuzt bei ihrem Umlauf um die Sonne jedes Jahr im August die Bahn des Kometen Swift-Tuttle und pflügt durch die von ihm zurückgelassene „Querstraße aus Staubteilchen“. Sie prallen auf unsere Lufthülle. In den Nächten vom 5. bis 15. August sollten Sie alle paar Minuten eine solche „Sternschnuppe“ sehen können, darunter einige sehr helle.

Das Maximum der Sternschnuppenaktivität ereignet sich in der Nacht vom 12. auf den 13. August – und die Beobachtungsbedingungen sind dieses Jahr optimal, denn es stört uns kein Mondlicht. Nun muss nur noch das Wetter mitspielen!

Verlängert man die glühenden Leuchtspuren zurück, so scheinen sie alle von einem Punkt im Nordosten, dem „Radianten“ im Sternbild Perseus an der Grenze zum „Himmels-W“, auszustrahlen. Daher ist dieser alljährliche Meteorschauer auch als „Perseiden“ bekannt.

Das Finale mit Merkur

Die letzten Augustnächte bieten obendrein auch noch die beste Morgensichtbarkeit des Jahres für den scheuen Planeten Merkur: Gegen 5 Uhr morgens, rund eine Stunde vor Sonnenaufgang, steigt der sonnennahe Planet Merkur in der beginnenden Morgendämmerung über dem Osthorizont herauf, bevor er von der zunehmenden Morgenhelle verschluckt wird.

Ein Artikel von Thomas W. Kraupe, Astronom und Direktor des Planetarium Hamburg

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