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Schwarze Löcher im frühen Universum

30.03.10

Quasare sind interessante Objekte im All. Im Zentrum befindet sich ein supermassives Schwarzes Loch – wie vermutlich in den meisten Galaxien. Fällt aber keine Materie in das Schwarz Loch, dann ist es „still“ – man bemerkt es nur an seiner Schwerkraftwirkung, wie in unsere Milchstraße. Fällt aber Materie in das Schwarze Loch, werden enorme Energiemengen frei. Man kann ein solches Objekt dann fast durch das ganze Universum hindurch aufspüren. Weil die Materie in einer Scheibe auf das Schwarz Loch fällt, hängt es von der Blickrichtung ab, was man zu sehen bekommt. Bei den Quasaren blicken wir fast direkt auf diese Scheibe. Aber alle bisher bekannten Quasare leuchteten auch im Infraroten Licht (Wärmestrahlung). Dies entsteht in einer Staubwolke um den Galaxienkern mit dem Schwarzen Loch im Zentrum.

Nun konnte bei zwei sehr weit entfernten Quasaren kein Anteil an Wärmestrahlung gemessen werden. Diese sehen wir in einem sehr frühen Stadium des Kosmos. Das „Spitzer“ Weltraumteleskop ist auf diese Wärmestrahlung spezialisiert und konnte auch bei langer Beobachtungszeit nichts nachweisen. Dies bedeutet, dass wir diese beiden Quasare in einer so frühen Zeit sehen, in der noch kein Staub gebildet war. Staub besteht aus Elementen, die schwerer als Wasserstoff und Helium sind, z.B. Kohlenstoff. Diese schweren Elemente wurden aber erst in den ersten Sterngenerationen gebildet, die dann in Supernovaexplosionen diese Stoffe ins All katapultierten. Es gab also schon vor den ersten Sterngenerationen supermassive Schwarze Löcher – für ihre Entstehung muss man vermutlich auf die Mitwirkung der geheimnisvollen dunklen Materie setzen.