Die europäische Raumsonde Rosetta ist erfolgreich an dem Kleinplaneten Lutetia vorbei geflogen und hat spektakuläre Bilder zur Erde gefunkt.
Die Raumsonde Rosetta ist benannt nach dem berühmten Stein von Rosetta. In 3 verschiedenen Sprachen war derselbe Text eingraviert worden – auch in ägyptischen Hieroglyphen. Mit Hilfe des Steines konnten die Hieroglyphen schließlich entschlüsselt werden. Ähnlich erhofft man sich durch die Kometensonde Rosetta eine Entschlüsselung der Frühzeit und Entstehung des Sonnensystems durch die Landung auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko. Rosetta muss eine lange komplizierte Route durch das Sonnensystem fliegen, um 2014, zehn Jahre (!) nach dem Start, den Kometen zu erreichen. Sie soll ihn eine zeitlang auf seinem Flug begeleiten und ein Landegerät auf ihm absetzen. Dies alles muss automatisch geschehen.
Einen letzten Test für die Raumsonde war der Vorbeiflug an dem Kleinplaneten Lutetia. Er ist mit rund 100 Kilometer Größe der bisher größte Kleinplanet, der Besuch von der Erde erhielt. Neben spektakulären Aufnahmen der Kraterlandschaft von Lutetia erhofft man sich weiter Aufschlüsse über seine Zusammensetzung. Auch dies kann ein Mosaiksteinchen bei der Entschlüsselung der Entstehung des Sonnensystems sein.