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Intensive Polarlichter über Jupiter

24.03.2016

Polarlichter kann man nicht nur von der Erde aus beobachten. Auch andere Planeten zeigen diese farbenfrohe Erscheinung. Besonders intensiv leuchten sie nach größeren Ausbrüchen auf der Sonne, sogenannten Sonnenstürmen. Bei Jupiter konnte man jetzt erstmals nach einem heftigen Sonnensturm ein Polarlicht im Röntgenlicht beobachten. Das Bild zeigt zwei Fotos des Riesenplaneten, die das Weltraumfernrohr Hubble im Abstand von zwei Tagen aufgenommen hat. Überlagert sieht man lila im Röntgenlicht das Polarlicht. Diese Aufnahmen wurden vom Röntgenteleskop Chandra aufgenommen. Links erkennt man ein intensives Polarlicht nach der Ankunft eines Sonnensturms bei Jupiter. Nach zwei Tagen (rechts) war es schon weitgehend wieder abgeklungen.

Besonders solche Polarlichter und das Magnetfeld des Jupiter soll die Raumsonde Juno erforschen. Sie wurde Mitte 2011 gestartet und vollzog im Februar dieses Jahres erfolgreich eine Bahnkorrektur. Juno wird nur mit Hilfe von Solarzellen betrieben. Daher kann sie nur auf einer polaren Umlaufbahn Jupiter umkreisen, um seinem Strahlungsfeld zu entgehen. Dieses würde sonst die empfindlichen Solarzellen zerstören. Erstmals wird in einer so großen Entfernung zur Sonne auf eine Isotopenbatterie verzichtet. Juno ist nach der Gemahlin von Jupiter benannt und soll ihn am 4. Juli dieses Jahres erreichen.

 

 

 

Nach einem Sonnensturm konnten erstmals heftige Polarlichter im Röntgenlicht bei Jupiter beobachtet werden.

Nach einem Sonnensturm konnten erstmals heftige Polarlichter im Röntgenlicht bei Jupiter beobachtet werden.