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Hubble blickt ins frühe Universum

08.01.10

Das erneuerte Weltraumfernrohr Hubble kann nach der letzten Servicemission in bisher unbekannter Qualität in die Tiefen des Alls schauen. In diesem Bild sieht man im nahen infraroten Licht Galaxien die 12,9 bis 13,1 Millionen Lichtjahre weit entfernt sind. So weit konnte man bisher in dieser Qualität nicht zurück blicken. Die Galaxien sind kleiner als unsere Milchstraße heute und die Sterne sind deutlich blauer. Dies muss nicht nur an den Sternen liegen, sondern an der Rötung ihres Lichtes im interstellaren Staub. Diese Galaxien sind vielleicht so jung, dass sie noch deutliche Defizite an schweren Elementen haben. In der Astronomie bezeichnet man alle Atomsorten als „schwere“ Elemente, die schwerer als Helium sind. Nur Wassersstoff und Helium wurden im frühen Universum in nennenswerten Mengen gebildet. Alle anderen Elemente entstehen erst im Inneren der Sterne durch die Kernfusion. Hier blicken wir aber offensichtlich in eine so frühe Phase des Kosmos, dass diese schweren Elemente noch nicht ausreichend gebildet sind UND in die Galaxien verstreut wurden. Deshalb fehlt der Staubanteil im interstellaren Medium dieser Galaxien, die in heutiger Zeit für die Rötung der Sterne verantwortlich zeichnet. Durchläuft das Licht der Sterne Staubwolken, so wird dies gerötet – ohne die Staubwolken fehlt diese Verfälschung des Sternenlichtes. Genau dies scheinen wir in diesen frühen Galaxien zu beobachten.    

 

Nach der letzten Service-Mission blickt Hubble ins frühe Universum. Besonders die Bilder im nahen infrarotem Licht zeigen sehr junge Galaxien.