Die Rückkehrkapsel der japanischen Asteroidensonde „Hayabusa“ (Wanderfalke) ist erfolgreich in Australien gelandet. Damit endet eine erstaunliche Raumfahrtmission. Erstmals setzte Japan ein Ionentriebwerk ein und testete damit diese neue Technologie. Der Strom für den Antrieb wird durch Solarzellen geliefert. Aber als die Raumsonde in einen großen Solarsturm geriet, wurden Solarzellen geschädigt und die Triebwerke verloren an Schub. Nach dem Start im Mai 2003 erreichte Hayabusa mit drei Monatiger Verspätung im September 2005 ihr Ziel, den Kleinplaneten Itokawa. Der nur ca. 540 x 300 x 200 m große Kleinplanet wurde benannt nach dem japanischen Raketeningenieur Hideo Itokawa.
Zunächst näherte sich die Sonde bis auf einige Kilometer an das Ziel an, um dann sogar auf dem Kleinplaneten zu landen. Dabei gab es mehrfach Kommunikationsprobleme, so dass unklar ist, ob bei einem der Landungsversuche das Einfangen von Staub des Kleinplaneten gelungen ist. Ein kleines Landegerät, das auf der Oberfläche umher hüpfen und dabei Fotos machen sollte, ging leider verloren. Es wurde nicht in einer Abstiegsphase ausgesetzt, sondern in einer Aufstiegsphase, so dass es sich von Hayabusa entfernte anstatt auf ihm zu landen. Auch sonst ergaben sich erhebliche technische Probleme, so dass man die Sonde schon fast aufgegeben hatte.
Mit vielen technischen Tricks gelang es aber doch, die Sonde, wie geplant, wieder auf Erdkurs zu bringen. Am 13. Juni erfolgten schließlich die Abtrennung der Rückkehrkapsel und die Landung in Australien.
Die geborgene Kapsel wird jetzt nach Japan zurück gebracht. Nach eingehender Untersuchung soll sie dann vorsichtig geöffnet werden. Ob die Kapsel tatsächlich Staub von Hayabusa mitgebracht hat, ist offen. Sollte dies der Fall sein, wäre es das erste Material dieser Art, das man auf der Erde untersuchen könnte.