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Fußball im All

30.07.11

Planetarische Nebel sind die sichtbaren Überreste eines sehr intensiven Sternenwindes, der die äußere Hülle eines sterbenden Sternes fortbläst. Ihre Form ist zumeist kugelsymmetrisch, kann aber auch erheblich von diesem Ideal abweichen. Wie es zu solchen Abweichungen kommen kann ist noch unbekannt. Umlaufende Planeten könnten bei der Formgebung des Planetarischen Nebels eine Rolle spielen.

Ein besonders schönes Beispiel hat ein Amateur entdeckt. Es handelt sich um den Nebel Kn 61. Entdeckt wurde er von dem Österreicher Matthias Kronberger. Das Foto zeigt aber eine Aufnahme mit einem großen Profiteleskop. Dem Aussehen nach wird Kn 61 auch „Fußballnebel“ genannt.

Der Fußballnebel liegt in der sommerlichen Milchstraße im Sommerdreieck – und zwar in dem Bereich, den die Raumsonde „Kepler“ überwacht. Kepler sucht nach Planeten, die andere Sterne umkreisen. Dabei überwacht Kepler die Helligkeit der Sterne und achtet auf kleinste Schwankungen. Diese können zum Beispiel dann auftreten, wenn etwas sich vor seinen Stern schiebt. Wiederholt sich dies Ereignis periodisch, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein Planet diese Verdunklung verursacht. Mit der hohen Empfindlichkeit von Kepler sollten sogar erdähnliche Planeten nachweisbar sein.

Da der Fußballnebel im Überwachungsbereich von Kepler liegt, kann der sterbende Stern, der die Gasmassen des Nebels ausgestoßen hat, ebenfalls auf umlaufende Planeten untersucht werden. Falls man welche findet, könnte man ihren möglichen Einfluss auf die Form des Nebels untersuchen.

Mehr zum Leben der Sterne erfahren Sie in unserer Veranstaltung „Reise zu den Sternen“.    

 

Der Planetarische Nebel Kn 61 ähnelt einem leuchtenden Fußball.