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Erdgroße Exoplaneten entdeckt

23.12.2011

Jetzt folgen die Planetenentdeckungen von „Kepler“ eng aufeinander. Nachdem gerade erst der erste Planet in der lebensfähigen Zone um ein sonnenähnlichen Stern gefunden wurde (News vom 9.12.) gibt die NASA jetzt bekannt, dass sie die erste erdgroßen Planeten um einen sonnenähnlichen Stern nachgewiesen hat.

Es fehlt damit noch die Entdeckung eines erdähnlichen Planeten in der lebensfähigen Zone bei einem sonnenähnlichen Stern. Bei einem roten Zwergstern wurde schon ein entfernt erdähnlicher Planet (doppelte Erdgröße und siebenfache Erdmasse) gefunden, der am Rande der lebensfähigen Zone kreist (News vom 31.5.2011). Planeten in der lebensfähigen Zone bei Zwergsternen kreisen viel enger und in kürzeren Umlaufzeiten um ihren Stern als in unserem Sonnensystem. Damit führen die Gezeitenkräfte schneller zu einer Abbremsung der Drehung der Planeten und schließlich zur „gebundenen Rotation“. Das bedeutet, dass der Planet seinem Stern immer dieselbe Seite zuwendet weil Tag und Jahr gleich lang sind. Das führt zu extremen Klimaverhältnissen und sollte die Lebensbedingungen dort erschweren. Übrigens kreist auch der Mond „gebunden“ um die Erde, so dass wir immer dieselbe Seite des Mondes (dasselbe „Mondgesicht“) sehen.

Der bisher kleinste bekannte Exoplanet, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist, war Kepler 10b. Er ist knapp eineinhalb Mal so groß wie die Erde. Bei dem Stern Kepler 20, etwa 1000 Lichtjahre entfernt, hat man jetzt 5 Planeten entdeckt. Drei davon sind Gasplaneten, aber zwei sind von ähnlicher große wie die Erde. Interessant ist dabei die Reihenfolge: dicht an der Sonne ein großer Planet, dann ein Gesteinsplanet, dann wieder ein Gasriese, ein Gesteinsplanet und schließlich wieder ein Gasriese. Bei uns sind die Planeten wohlsortiert: innen die kleinen, außen die großen, dass ist bei Kepler 20 ganz anders. Von den beiden kleinen Planeten ist  Kepler 20f etwas größer als die Erde und der Radius von Kepler 20e ist nur 0,87 Mal so groß wie der der Erde. Kepler 20e umrundet seinen Stern in 6 Tagen und Kepler 20f in rund 20 Tagen. Sie sind damit so dicht an ihrem Stern, dass es auf ihnen viel zu heiß für Leben ist. Auf die zweite Erde müssen wir noch warten … 

 

Mehr über die aktuellen Entdeckungen von Kepler erfahren Sie in „Neues aus der Unendlichkeit“ am 17.2.2012.

 

Größenvergleich der beiden Planeten Kepler 20e und Kepler 20f mit Venus und Erde.