In unregelmäßigen Abständen werden Weltuntergänge prophezeit. Es können z.B. Planetenkonstellationen oder Kometen sein, die die Hysterie schüren. Bisher haben wir diese Weltuntergangsprognosen ganz gut verkraftet. Jetzt ist es wieder einmal so weit: Ausgehend von dem alten Mayakalender wird zum Ende des Jahres 2012 ein neue Apokalypse vorhergesagt.
Der Mayakalender ist nicht linear geordnet wie unserer mit einer fortlaufenden Jahreszählung, sondern in verschiedene Zyklen unterteilt. Die Zeitangaben der Maya sind immer in diese Zyklen eingebunden. Somit ergibt sich die Schwierigkeit festzustellen, in welchem Zyklus ein Ereignis stattfand. Hier kann die Astronomie helfen. Gibt es genügend Angaben wie Jahreszeit, Venussichtbarkeit und Finsternis, dann kann man versuchen, das Ereignis in unserem Kalender absolut zu datieren und damit den Mayakalender an unseren Kalender anzuschließen.
In der traditionellen Datierung ergaben sich aber einige Widersprüche. Diese konnten von Dr. A. Fuls ausgeräumt werden. Grundlage seiner Untersuchungen ist eine der wenigen Handschriften der Maya, der „Dresdener Kodex“. Kultische Feste und astronomische Beobachtungen sind hier aufgeschrieben worden. Dieses Muster von astronomischen Angaben kann man testweise in verschiedenen Zeiten hinein projizieren und nach Passungen suchen. Dr. Fuls kam dabei zu einem neuen Ergebnis: Die Hochzeit der Maya endete damit nicht schon um 900 n.Chr. sondern erst 208 Jahre später um 1100. Dr. Fuls kontrollierte dieses Ergebnis mit weiteren Inschriften auf archäologischen Fundstücken. Ob diese neue Datierung sich unter Fachleuten durchsetzt, bleibt abzuwarten.
Der angeblich aus dem Mayakalender abgeleitete Weltuntergang würde sich somit nach Dr. Fuls Ergebnissen vom Jahr 2012 auf das Jahr 2220 verschieben.
Wer mehr über reale Gefahren aus dem All erfahren möchte, sei auf unsere Veranstaltung „Kosmische Kollisionen“ verwiesen.