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Neues vom Orionnebel

11.02.10

Mit dem neuen VISTA-Teleskop der Europäischen Südsternwarte (ESO)  auf dem Berg Paranal in Chile (siehe auch die Meldung vom 18.12.2009) konnte der Orionnebel in für uns ungewohnter Weise fotografiert werden. VISTA kann nicht nur im sichtbaren Licht beobachten, sondern auch im angrenzenden infraroten Licht. Dieses Licht kann die Gas- und Staubwolken des Orionnebels, die ansonsten für sichtbares Licht undurchlässig sind, durchdringen. So kann man in diesem Bild viele junge Sterne sehen, die bei einer visuellen Beobachtung unsichtbar bleiben. Manche dieser jungen Sterne wachsen noch. Sie sammeln einerseits Gas auf und stoßen es anderseits in Jets wieder aus. Dort wo diese Jets das umgebende Gas treffen, bilden sich besonders bizarre (im Bild rote) Formen. Solche Bilder geben einen erweiterten Einblick in die Bildung neuer Sterne.

Ein großer Vorteil von VISTA ist sein irdischer Standort. Viel billiger als mit einem Weltraumfernrohr kann man hier zumindest im nahen Infraroten beobachten. Ein weiterer Vorteil ist das große Himmelsareal, das gleichzeitig abgedeckt werden kann – was besonders bei ausgedehnten Objekten wie dem Orionnebel von Vorteil ist.

Der Orionnebel kann schon mit bloßem Auge erahnt werden, mit einem Fernglas sollte man ihn schon von der Großstadt aus sehen können. Im schmetterlingsgleichen Orion – auf unserer Februarsternkarte im Südwesten - geht man von den drei Gürtelsternen aus. Vom linken Gürtelstern abwärts gehend kommt man zum sogenannten Schwert – dort liegt der Orionnebel eingebettet.

Mehr über das Leben der Sterne erfahren Sie in unserer neuen Veranstaltung „Reise zu den Sternen“.

 

 

Der Orionnebel aufgenommen mit dem VISTA-Teleskop der ESO.