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Erdähnliche Planeten in jungen Galaxien möglich

05.07.12

Die Raumsonde Kepler hat mittlerweile so viele Planetenkandidaten entdeckt, dass man interessante Statistiken gewinnen kann. Dazu werden die Beobachtungen von Kepler mit spektroskopischen Untersuchungen von der Erde kombiniert. Eine Arbeit ist der Frage nachgegangen, in wie weit die Existenz von erdähnlichen Planeten von der chemischen Zusammensetzung des Sternes abhängt.

In der Astronomie gelten alle Elemente jenseits von Helium als „Metalle“. Dies hängt damit zusammen, dass nur Wasserstoff und Helium in nennenswerten Umfang aus dem Urknall hervorgekommen sind. Alle höheren Elemente (für die Astronomen eben „Metalle“) sind später in Sternen entstanden. Somit konnten die ersten Sterngenerationen keine erdähnlichen Planeten besitzen, da ihre Elemente wie Eisen, Sauerstoff, Magnesium oder Silizium noch gar nicht existierten. Ab welcher Zeit aber gab es erdähnliche Planeten? Einen ersten Hinweis darauf liefern die Ergebnisse von Kepler: Untersucht wurde der „Metallgehalt“ der Sterne bei denen man erdähnliche Gesteinsplaneten gefunden hatte. Dabei stellte es sich heraus, dass auch bei Sternen, die nur ¼ des Metallgehalts der Sonne hatten, es Gesteinsplaneten gab. Das bedeutet, dass schon zu einer Zeit, als der „Metallgehalt“ der Sterne so gering war sich hätten erdähnliche Planeten bilden können – und damit lange vor unserer Sonne.

Ganz anders sieht der Zusammenhang von „Metallizität“ und dem Vorkommen von Gasplaneten wie Jupiter aus. Hier scheinen Gasplaneten erst möglich zu sein, wenn der Gehalt der Metalle fast den der Sonne erreicht. Somit legen die Ergebnisse nahe, dass es bei früheren Sterngenerationen schon Gesteinsplaneten gegeben haben könnte, aber noch keine Gasplaneten – ein intuitiv erstaunliches Ergebnis.   

 

Zeichnung eines jungen Sternes mit eine Gas- und Staubscheibe aus der sich Planeten bilden könnten.