Die später angebrachten Randbögen entsprechen dem Horizontbereich für Mitteldeutschland, in dem die Sonne im Laufe des Jahres auf- und untergeht. Am Rand der Scheibe verläuft der Horizont, in der Mitte befindet sich der Sternhimmel. Diese Darstellung entspricht der von modernen drehbaren Sternkarten. Auch die Himmelsrichtungen, die Prof. Schlosser erschließen konnte, stimmen mit modernen Sternkarten überein. Da sich unserer Erfahrung nach die Sterne über uns befinden - und nicht zwischen uns, entspricht diese Darstellung einem gewölbten Himmel. Auf der Scheibe ist ein kuppelförmiges Weltbild dargestellt.
Die weiteren Umarbeitungen der Himmelsscheibe scheinen kultisch motiviert zu sein.
Auf der Scheibe ist erstaunlich komplexes Wissen verschlüsselt. Wie ist man zu diesen Erkenntnissen gelangt. Alleine während einer langen Entwicklungszeit, oder gab es einen Wissensaustausch?