Eine kulturhistorisch interessante Frage ist die, ob das der Himmelsscheibe zu Grunde liegende Wissen vor Ort gewonnen wurde oder aus der Ferne stammt. In der Bronzezeit waren Handelsverbindungen über weite Strecken eine Notwendigkeit, um das für die Bronze benötigte Zinn zu erhalten, da es nur wenige weit voneinander entfernte Lagerstätten für Zinn gab.
Rahlf Hansen vom Planetarium Hamburg fand einige Indizien für einen möglichen Wissenstransfer aus dem fernen Mesopotamien. Besonders die äußerst seltene Verbindung von Mond und Plejaden zusammen für die Kalendergestaltung weist nach Mesopotamien. Dort ist auch die auf der Himmelsscheibe verschlüsselte Schaltregel bekannt gewesen. Die Überlieferung in schriftlicher Form stammt aber aus späterer Zeit. Ebenfalls kann man die mesopotamische Rosette als Plejaden deuten, dasselbe Symbol wie auf der Scheibe.
Beide Alternativen, der Wissenstransfer aus der Ferne oder die eigenständige Entwicklung des erstaunlich komplexen Wissens, verblüffen.
Möchten Sie der Himmelsscheibe begegnen? Hier geht es zu weiterführenden Informationen...