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Home  Sterne & Mehr  Die Himmelsscheibe von Nebra  Evolution der Scheibe

Die Umarbeitung der Scheibe

Erste Phase der Himmelsscheibe, Zeichnung: (C) Karol Schauer

Für die Interpretation der Scheibe sind die verschiedenen Stadien der Umarbeitungen wichtig.

Ursprünglich waren auf der Scheibe ein großer Goldkreis, eine Sichel, 25 Einzelpunkte und 7 Punkte, die eine Rosette formen, abgebildet. Die Bronze war so bearbeitet, dass sie einen Nacht-dunklen Eindruck hinterließ. Erstaunlich für die Zeit um 1600 vor Christi ist die naturalistische Darstellung.


Erste Umarbeitung der Himmelsscheibe mit den Randbögen, Zeichnung: (C) Karol Schauer

In einer ersten Umarbeitung  wurden am Rand zwei Goldbögen angebracht. Dabei wurden rechts zwei Punkte verdeckt und links fiel einer ab. Dieser wurde versetzt erneuert.  Diese Umarbeitung verrät sich in einer anderen Zusammensetzung des Goldes der Randbögen und des versetzten Punktes. Der Rest des abgebrochenen Punktes hat dieselbe Zusammensetzung wie die anderen ursprünglichen Goldauflagen. Die Anbringung des versetzten Punktes verrät eine  gewisse handwerkliche Unsicherheit. Daraus kann man schließen, dass nicht der ursprüngliche Künstler die Umarbeitung vorgenommen hat.  Vermutlich war einige Zeit seit der Fertigung der Himmelsscheibe verstrichen.

Die Himmelsscheibe nach der 2.Umarbeitung mit der sogenannten "Barke" Zeichnung: (C) Karol Schauer

In einer zweiten Ergänzung wurde der untere Randbogen mit radialen Kerben angebracht (Die Kerben sind auf diesen Bildern nicht sichtbar). Dieser Bogen ist wahrscheinlich die Darstellung eines antiken Schiffes und wird im Allgemeinen als Barke bezeichnet. Die Goldzusammensetzung dieses Objektes unterscheidet sich erneut von den der vorherigen Phasen.


Die Himmelsscheibe mit den Randlöchern, Zeichnung: (C) Karol Schauer

In einer weiteren Umarbeitung wurde die Scheibe am Rand gelocht. Vielleicht wurde die Scheibe jetzt auf Fell aufgenäht. Man kann sich vorstellen, dass sie wie ein Wappen vor einem Fürsten hergetragen wurde.


So wurde die Himmelsscheibe vergraben, Zeichnung: (C) Karol Schauer

Schließlich wurde der linke Randbogen abgerissen und die Scheibe vergraben. Sie wurde mit weiteren wertvollen Gegenständen fast wie ein Fürst "beerdigt".

Immer blieben aber die zentralen Objekte, die uns als Mond, Sonne und Sterne erscheinen, erhalten.

Lesen Sie hier weiter wie der Sternenhimmel auf der Scheibe zu lesen ist...