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Die Entdeckung der Scheibe

Die Himmelsscheibe von Nebra wurde 1999 von Raubgräbern gefunden. Die Umstände, unter denen die Scheibe mit maßgeblicher Beteiligung von Dr. Meller, dem Landesarchäologen von Sachsen-Anhalt, den Hehlern entrissen wurde, würden jedem Krimi zur Ehre gereichen. Damit steht sie nun wissenschaftlichen Untersuchungen und Ausstellungen zur Verfügung.

Die Himmelsscheibe hat einen Durchmesser von 32cm (ähnlich einer alten Langspielplatte!), wiegt knapp 2kg und besteht aus Bronze mit Auflagen aus Gold. Mit der Himmelsscheibe wurden weitere Objekte gefunden. Durch Stilvergleich dieser Beifunde und C14-Untersuchungen an organischen Resten an ihnen konnte die Deponierung auf das 16.Jahrhundert v.Chr. bestimmt werden.

Die grüne Farbe kommt durch eine Patina zustande, die durch die lange Lagerung im Erdreich entstand. Ihre mikroskopische Struktur bürgt für die Echtheit der Scheibe.

Die Himmelsscheibe von Nebra ist bisher in ihrer Art einzigartig und verblüfft durch ihre untypische nüchterne Art. Auch der Laie meint auf ihr sofort Sonne, Mond und Sterne zu erkennen.

Bei genauerer Betrachtung fallen aber Ungereimtheiten auf: Wieso wurde links ein Stern versetzt und sind rechts zwei Sterne durch einen Randbogen verdeckt? Wurde die Scheibe umgearbeitet?

Lesen Sie hier weiter wie die Scheibe wahrscheinlich früher aussah...

Die Himmelsscheibe von Nebra, aktueller Zustand, (Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle, J. Liptak)

Dr. Harald Meller mit einer wertvollen Nachbildung der Himmelsscheibe im Planetarium Hamburg