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Die Geschichte des Planetariums
2000-2003 Das "Neue" Planetarium Hamburg entsteht
Im November des Jahres 2000 verabschiedete die Kulturbehörde den verdienten Planetariumsleiter Übelacker und ernannte zu seinem Nachfolger den Astrophysiker Thomas W. Kraupe.
Zu diesem Zeitpunkt war an eine Modernisierung des Planetariumsprojektors und der Sitzreihen im Sternentheatersaal gedacht worden. Auf der Grundlage einer umfassenden Bestandsaufnahme, die Kraupe veranlasste, empfahl es sich, das Planetarium insgesamt fit für die Zukunft zu machen. Das namhafte Hamburger Architektenbüro Bothe-Richter-Teherani (BRT) arbeitete verschiedene Vorschläge für die Neugestaltung der Räumlichkeiten aus.
Das Ergebnis: Der Neubau des Sternentheatersaales und der gesamten Haus- und Klimatechnik über die sieben Stockwerke des Wasserturmes mussten in Angriff genommen werden. Ferner sollten geeignete Räumlichkeiten für Mitarbeiter und großzügige Aufenthaltsräume für die Besucher geschaffen werden. All dies fand in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz statt - man wollte den Innenräumen wieder weitestgehend ihr Originalgesicht aus den Zwanziger Jahren zurückgeben.
Das "alte Planetarium" wurde schließlich im August 2002 festlich verabschiedet. Dann schloss es für 15 Monate seine Türen.
Der ehemalige Wasserturm, das Gebäude des Planetariums, wurde innen vollständig entkernt - das alte Sternentheater, seine Kuppel und der ursprüngliche, nicht belastbare Kesselsaal unter dem Wassertank wurden abgerissen. Eine neue Zwischenebene auf dem Niveau des Balkons im 5.Stock wurde eingezogen. Diese Ebene ist als zukünftige Ausstellungs- und Tagungsfläche vorgesehen, dient aber auch als Dach für die neue Haustechnik des darunter entstehenden neuen Sternensaals.
Am 22.Oktober 2003, fast auf den Tag genau siebzig Jahre nachdem Walter Bauersfeld eine allererste Demonstration des ersten Projektionsplanetariums im Deutschen Museum in München durchführte, war es der Generaldirektor eben dieses Museums, Prof. Wolf Peter Fehlhammer, der den Festvortrag zur Wiedereröffnung hielt.
Ab Samstag, 23. Oktober 2003 standen lange Schlangen von Besuchern vor dem Planetarium. Der Ansturm war gewaltig. Erst nach langer Wartezeit konnte man im neuen Sternensaal bequem Platz nehmen.
Ein bis dato weltweit einzigartiges Projektions-Ensemble bespielt seitdem die neue Sternenkuppel: Das Zeiss Universarium 9, der Digistar 3 und das Lobo TriDome Lasersystem sind drei schon für sich genommen einzigartige Ganzkuppel-Projektions- und Simulationssysteme über die das Hamburger Planetarium nun verfügt, die sich kongenial ergänzen und "Himmel und Erde buchstäblich in Bewegung setzen".