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Die Geschichte des Planetariums
1924-1930 Vom Wasserturm zum Planetarium
Der Weg zum Planetarium war ereignisreich und wohl in erster Linie dem Astronomieenthusiasten Hans Hagge zu verdanken. Der Mittelschullehrer wohnte 1924 der Eröffnung des Zeiss-Planetariums in Jena bei und versuchte, die Hamburger Behörden für ein ähnliches Projekt zu begeistern. Tatsächlich gelang es ihm, den Hamburger Senat zu überzeugen.
Am 5. August 1925 unterzeichneten Verantwortliche des Hamburger Staats in der Firma Carl Zeiss in Jena einen Vertrag über die Lieferung eines Projektionsapparates. Jena meldete ein Jahr später im Dezember, dass der Projektor fertiggestellt und zur Lieferung freigegeben war. Es handelte sich um das Zeiss Modell II. Die Lieferung verzögerte sich, da der Hamburger Staat nicht gewillt war, die für den Bau eines Planetariums nötige Geldsumme bereitzustellen. So ging man auf die Suche nach einem geeigneten Gebäude. Verschiedene Objekte standen zur Auswahl. Die Wahl fiel schwer. Endlich, im Juni 1929, stimmte die Hamburger Bürgerschaft dem Vorschlag zu, das Planetarium im Winterhuder Wasserturm einzurichten.
Die Umbauarbeiten erwiesen sich als äußerst schwierig. Schließlich schuf man einen 23 Meter hohen zylindrischen Raum mit einem Durchmesser von 22 Metern. Mittels einer Zwischendecke konnte man zwei Etagen gewinnen, von denen die obere das eigentliche Planetarium wurde und man in der unteren den Kassenraum mit einer Wandelhalle, Ausstellungs- und Sammlungsräumen sowie Büros einbaute.
Am 22. April 1930 lud der Hamburger Senat ausgewählte Gäste zu einer ersten Vorführung ein. Eine Woche später, am 30. April, öffnete das Planetarium unter Leitung von Studienrat Dr. Körner seine Pforten für die Öffentlichkeit.