Das Planetarium Hamburg – heute international eins der modernsten Planetarien – feierte in 2010 seinen 80. Geburtstag und zählt damit auch gleichzeitig zu den traditionsreichsten Sternentheatern weltweit.
Die Geschichte des allerschönsten Sternenhimmel Hamburgs fängt sogar bereits vor 100 Jahren an. 1910 legte Fritz Schumacher, Baudirektor von Hamburg, einen Plan für einen "sozialen Park" vor, der als Erholungsfläche gedacht war und einen Wasserturm, das spätere Planetarium Hamburg, beinhalten sollte. 1912 begann der Architekt Oscar Menzel mit dem Bau des Turms, der – mit kriegsbedingten Verzögerungen – 1916 vollendet wurde. Doch nur bis 1924 schwappten im gigantischen Kessel 3000 Kubikmeter Wasser zur Versorgung der umliegenden Stadtteile. 1929 stimmte die Hamburger Bürgerschaft dem Vorschlag zu, ein Planetarium im Winterhuder Wasserturm einzurichten. Dann war es endlich soweit: Am 22. April 1930 lud der Hamburger Senat ausgewählte Gäste zu einer ersten Vorführung ein und am 30. April 1930 öffnete das Planetarium Hamburg seine Pforten für die Öffentlichkeit.
Heute gehen jedes Jahr rund 350.000 Menschen im ehemaligen Wasserturm im Stadtpark auf Entdeckungsreise in die Weiten des Alls. Auf dem breit gefächerten Spielplan des Sternentheaters stehen auch Konzerte, Lesungen, Theaterinszenierungen, Musik- und Lasershows. Mit seiner besonderen Kombination aus allerneuster Projektionstechnik mit dem erstmals in Europa installierten PC-Cluster Digistar 4, der größten Laser- und Lichtanlage, dem Erdvisualisierungscluster Sciss Uniview und seinem Sternenprojektor Universarium 9 verfügt das „kosmische Schauspielhaus“ in Hamburg über ein in dieser Konstellation weltweit einzigartiges „Multimedia-Orchester“, das die Besucher in faszinierende Rundum-Szenarien aus Bild-, Klang- und Liveperformances eintauchen lässt.
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