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  • Der Sternenhimmel im März 2018

Fünf Planeten leuchten im März

Am 20. März um 17.15 Uhr ist die Tagundnachtgleiche erreicht und die Sonne kreuzt nordwärts die Äquatorebene unserer Erde. Abend für Abend wird es zunehmend später bei uns dunkel und morgens immer früher hell. 

Blick nach Osten im März gegen 22 Uhr
BildBlick nach Osten im März gegen 22 Uhr

Der Sternenpodcast März 2018

Ihr Audioguide für die Sterne. Ob zuhause mit der Sternkarte oder unterwegs unter freiem Himmel - Planetariumsdirektor Thomas Kraupe führt Sie zu den interessantesten Sternbildern und Himmelsereignissen - jeden Monat neu und kostenlos. Hier können Sie die mp3-Audio-Datei direkt herunter laden. Dieser Podcast des Planetarium Hamburg wird Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt präsentiert - mit freundlicher Unterstützung unserer Audio-Partner Prime Time Studios und Audio Consulting Group.

Merkur und Venus in der Abenddämmerung 

Venus beginnt in diesem Monat ihren glanzvollen Auftritt als “Abendstern” - sie leuchtet dabei heller als alle anderen Sterne der Nacht. Eine gute halbe Stunde nach Sonnenuntergang, wenn die Sonne rund 8 Grad unter dem Horizont steht, sollte es gelingen, ihren hellen Lichtpunkt über dem Westhorizont in der noch hellen Dämmerung mit bloßem Auge zu sehen - in der ersten Monatshälfte zusammen mit dem allerdings schwächeren Merkur an ihrer Seite. Der scheue Planet bietet die einzig günstige Abendsichtbarkeit des Jahres! In den ersten Monatstagen ist Merkur nur wenig mehr als 1 Grad von Venus entfernt. Merkur steigt danach höher als Venus und ist rund um den 10. März gegen 19 Uhr rund 3 Grad über dem hellen “Abendstern” gut zu sehen, bevor er fast eine Stunde später untergeht. Am 18. März steht Merkur fast 4 Grad rechts über Venus in der Abenddämmerung. Doch bis dahin hat die Merkurhelligkeit schon abgenommen und es wird schwer, ihn noch zu sehen. Merkur verschwindet wieder im Glanz der Sonne und uns bleibt nur die helle Venus als einziger Planet am Abendhimmel.

Zweimal Vollmond

Zu Monatsbeginn steigt am Ende der Abenddämmerung auf der gegenüberliegenden Himmelsseite das runde Mondgesicht empor, denn bereits in der ersten März-Nacht ist Vollmond. Wie schon im Januar, so gibt es  auch im März einen zweiten Vollmond. Dieser “Blue Moon”, wie der zweite und seltene Vollmond landläufig auch genannt wird, ereignet sich am Samstag, den 30. März. Es ist dies gleichzeitig der “Ostervollmond”: der erste Vollmond im Frühling. Ostern feiern wir daher am Sonntag danach, am 1. April. 

Sterne des Winters und des Frühlings 

Deutlich zeigt uns auch der Sternenhimmel, dass der Winter zu Ende geht – die hellen Sterne des Winters sind nur noch in der ersten Nachthälfte gut sichtbar. Nachdem der Himmelsjäger Orion, das zentrale Sternbild des Winters, bereits am frühen Abend die Himmelsmitte durchwandert, steuert er Richtung Westhorizont, gefolgt von Sirius, dem hellsten Stern an unserem Nachthimmel.

Als markante Figur steigt das Trapez des Löwen hinauf in die Südrichtung. Der bläulich funkelnde Hauptstern in diesem Tierkreissternbild „Alpha Leonis“  trägt den Eigennamen „Regulus“, was so viel wie „Kleiner König“ heißt.

Im Löwen leuchtet in der Nacht vom 1. auf den 2. März der Vollmond. Der darauffolgende Ostervollmond am 30. März zeigt sich dagegen bereits im nächsten Tierkreissternbild Jungfrau. Löwe und Jungfrau sind die wohl wichtigsten Frühlingssternbilder, wobei wir allerdings den “Großen Bären” nicht vergessen sollten.

Die hellsten Sterne des “Großen Bären” - die 7 Wagensterne - steigen parallel zur Basis des Löwentrapezes hoch über unseren Köpfen hinauf Richtung Zenit. Verlängern wir den Bogen der Wagendeichsel, so führt er uns zu dem hellen, rötlichen Stern Arktur im Bärenhüter (lateinisch: „Bootes“). Der Sage nach treibt er den „Großen Bären“ vor sich her.

Planetenparade nach Mitternacht 

Nach Mitternacht beginnt eine Parade dreier Planeten. Eröffnet wird sie vom Riesenplaneten Jupiter, der ab Mitternacht am Südosthorizont als leuchtend helles Gestirn auftaucht. Er dominiert mit seinem Glanz den Himmel bis in die frühen Morgenstunden. Rund drei Stunden nach Jupiter taucht Mars auf. Der rote Planet zieht vom Schlangenträger weiter in das südlichste Tierkreissternbild Schütze, wo er den Ringplaneten Saturn verfolgt. Immer heller werdend rückt Mars bis zum Monatsende an den fernen Saturn heran, doch wird er ihn erst Anfang April einholen.  

Sehenswert für alle Spätheimkehrer oder Frühaufsteher sind die Begegnungen unseres Mondes mit den drei Planeten: Am 7. März zieht der abnehmende Halbmond an Jupiter vorbei. Vom 9. bis 11. März segelt die immer dünner werdende Mondsichel dann auch an Mars und Saturn vorbei.

Ein Artikel von Thomas W. Kraupe